Sehr geehrte Damen und Herren, die Schnittstellenbeauftragte Frau X hat den Fehler gemacht, sich bei der Erstellung der Priorisierungsliste mit Billigung der internen Impf-AG nicht an der Corona-Impfverordnung zu orientieren. Das wäre aber ihre Pflicht gewesen, insofern hat sie wohl fahrlässig gehandelt. Allerdings – gerade wenn jemand mit einer Aufgabe betraut wird, für die es keine Handlungsbeispiele gibt, wäre es die Pflicht der Geschäftsleitung gewesen, den intensiven Kontakt zu Frau X zu suchen und sich regelmäßig über den Fortschritt der Aufgabe zu informieren, insbesondere auch deshalb, weil es hier unter Umständen um die Rettung von Menschenleben ging.

Und darin liegt nach unserer Meinung das Hauptversagen des Geschäftsführers, Herrn Eppmann, der ja offenbar die Impfverordnung kannte und nicht dafür gesorgt hat, dass diese in seinem Haus auch Anwendung findet. Dass er sich am 9. Januar dann impfen ließ, obwohl er wusste, dass er nicht zum Kreis der Berechtigten gehörte, ist dann nur noch das I-Tüpfelchen des Ganzen.

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist zwar gängige Praxis, die Verantwortung für öffentlich kritisierte Vorgänge in untergeordnete Hierarchieebenen zu verschieben, um die eigentlich Verantwortlichen zu entlasten, aber das ist für uns nicht akzeptabel! Wir halten einen Geschäftsführer, der einerseits die Organisation in seinem Haus in so wesentlichen Punkten wie Vertretungsregelung und klarer Aufgabenverteilung nicht im Griff hat und andererseits dann auch noch Nutznießer dieses Versagens ist, nicht für geeignet, das Projekt Zentralklinik zu einem Erfolg zu führen.

Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Trägergesellschaft haben Herrn Eppmann  bereits die Absolution erteilt, bevor irgendein weiteres Kreistagsmitglied überhaupt über das Gutachten informiert wurde. Deshalb haben wir heute nicht einmal die Möglichkeit, den Abgeordneten in den Gremien der Trägergesellschaft einen Empfehlungsbeschluss mit auf den Weg zu geben. Das zeigt einmal mehr deutlich auf, dass der Kreistag vom Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung nur noch dafür benötigt wird, regelmäßig die Verluste der Krankenhäuser abzusegnen und die Trägergesellschaft mit weiterem Spielgeld auszustatten. Wir sind der Meinung, dass kein Mitglied dieses Gremiums, so unterschiedliche Auffassungen wir vertreten mögen, diese verächtliche Haltung gegenüber uns verdient!

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