Die auch von den Grünen mitbeschlossene Flaniermeile infrage zu stellen ist daher kontraproduktiv zu der geplanten Verkehrsberuhigung in diesem Bereich. Die Errichtung eines Parkplatzes oder jetzt Parkhauses am östlichen Ende des Georgswalls war letztlich der notwendige Kompromiss mit den Kaufleuten, um alle wegfallenden Parkplätze zu ersetzen. Die Ratsfraktion der Linken ist zwar auch kein Fan eines großen Parkhauses, aber die Grünen müssen sich fragen, was eigentlich gewonnen wäre, wenn Parkhaus und Flaniermeile nicht verwirklicht würden. Das extreme störende Verkehrschaos am Georgswall würde bleiben, die Fuß- und Radwegeverbindungen blieben unterbrochen, es könnten keine neuen Bäume gepflanzt werden und die Aufenthaltsqualität am Georgswall bliebe extrem beeinträchtigt. Der Vorstoß der Grünen erweist damit dem Ansinnen, den Autoverkehr aus dem Kern der Altstadt an die Randbereiche zu verlagern, einen Bärendienst.

Die städtebauliche Integration eines Parkhauses ist sicherlich eine schwierige, unliebsame Aufgabe. Deshalb hatte der Sanierungsausschuss ja beschlossen, über die Gestaltung des Parkhauses zu entscheiden. Das Parkhaus bietet aber die Chance, einen Großteil der oberirdisch parkenden Autos zu konzentrieren und somit Flächen für attraktivere Nutzungen frei zu machen. Deshalb wäre es dringend geboten – anders als jetzt vorgesehen –  auch die oberirdischen Stellplätze der OLB und der Brandkasse im Parkhaus unterzubringen. Dadurch würden weitere Flächen für Wohnungen oder Grünbereiche entstehen.

Auch wenn der Bau der Flaniermeile derzeit nicht zu finanzieren ist, muss an der Planung festgehalten werden. Zum einen kann es künftig Fördergelder geben und zum anderen kann ein Fußgängerbereich am Georgswall nach Fertigstellung des Parkhauses und dem Wegfall der Parkplätze auch schon ohne Neupflasterung provisorisch eingerichtet werden.

 

 

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