Die geplante Fußgängerpromenade dient vor allem der Stärkung der Achse vom Carolinenhof über den Marktplatz bis zum Pferdemarkt. Die hier von Süd nach Nord verlaufenden Lohnen, Passagen, Fuß- und Radwegebeziehungen sollen verbessert werden. Der Durchgangs-, Park- und Suchverkehr längs des Georgswalls macht dies derzeit unmöglich. Er stört diese Achse und trennt die grüne Aufenthaltszone von der Altstadt. Die westlich und östlich der Fußgängerpromenade verbleibenden großen Parkplätze bei SchütDuis und im neuen Parkhaus waren in der damaligen Sanierungsplanung ein gut durchdachter Kompromiss. Dieser wurde auch von den beteiligten Vertretern der Kaufmannschaft im Sanierungsausschuss mitgetragen.

Die Begründung des Bürgermeisters für seinen Vorstoß ist fadenscheinig und offenbar vorgeschoben. Lieferverkehr ist wie in der Fußgängerzone auch über die künftige Promenade am Georgswall möglich - innerhalb der genehmigten Zeiten. Für Paketlieferungen können intelligente Lösung wie Packstationen geschaffen werden. Gerade zu irrwitzig ist Feddermanns Argument, Aurich bräuchte die Parkplätze am Georgswall. Dahinter steht offensichtlich der unersättliche Wunsch der Kaufleute nach immer mehr Parkplätzen und einer autogerechten Altstadt. Doch Aurich hat schon jetzt eine sehr gute Parkplatzversorgung, mit zwei großen Tiefgaragen unterm Marktplatz und beim Caro, und vielen oberirdischen Parkplätzen. Rund 100 neue zusätzliche Parkplätze entstehen derzeit beim Bettenhaus und im neuen Innenquartier Marktstraße/Wallstraße, weitere bis zu 350 demnächst in dem Parkhaus und hinter der Neubebauung an der großen Mühlenwallstraße. Unzählige Grünflächen und Bäume wurden bereits für Parkplätze geopfert. Aus den neu geschaffenen Altstadtwohnungen schaut man bald nur noch auf Blechlawinen statt Grünflächen. Schon jetzt flitzen überall kreuz und quer Autos durch die Altstadtgassen.

Die verkehrsberuhigende Fußgängerpromenade am Georgswall wäre ein erster wichtiger Schritt zu einer ruhigeren, grüneren Einkaufsstadt mit mehr Erlebnischarakter. Diese Planung aufzugeben wäre ein Dolchstoß für die Altstadtsanierung und ein großer Schaden für Aurichs Standortqualität und den Einzelhandel. Sie widerspräche auch den Zielen des Masterplans Radverkehr und denen des Klimaschutzes. Letztlich wären dann auch die bisher gewährten Fördergelder für die Sanierung infrage gestellt.


 

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