Offensichtlich soll hier schon vor Ende der Arbeitsgruppe öffentlich der Eindruck erweckt werden, dass es eine Mehrheit für den Weiterbetrieb der Markthalle gäbe und der Abriss vom Tisch sei. Die Fraktion LINKE sieht sich daher gezwungen, dies richtig zu stellen. Tatsächlich gab es nämlich von den Vertretern der Gewerbetreibenden in der Altstadt und auf dem Marktplatz viele Stimmen, die Vorteile in einem Abriss der Markthalle sehen. Auch weil die Markthalle als Trennung des Marktplatzes und Abtrennung von der Norderstraße gesehen wird.

Im Kern der Diskussion stand aber die Frage, was der Altstadt und den dortigen Akteuren mehr Wert bringt – der Weiterbetrieb der Markthalle oder ein Abriss. Dass durch einen Abriss eine viel größere, vielfältig nutzbare Fläche entstünde, wurde von einigen durchaus positiv gesehen. So gäbe es viel mehr Raum für Veranstaltungen, Feste, den Wochenmarkt, Außengastronomie oder den Weihnachtsmarkt.

Und nicht nur für die LINKEN-Fraktion erscheint aus finanzieller Sicht ein Weiterbetrieb der Markthalle wirtschaftlich kaum möglich zu sein. Denn ohne eine erneute, wettbewerbsverzerrende Subventionierung wäre eine Refinanzierung der hohen Sanierungs-  und Investitionskosten über eine ortsübliche Miete höchstwahrscheinlich untragbar. Und auch wenn die Investoren die Investitionen für den Innenausbau und Umbau komplett selbst tragen würden, so dürfte die Stadt bei derzeitiger Haushaltslage noch nicht einmal die Kosten für die Sanierung der Bausubstanz finanzieren. Denn dies ginge nur über neue Schulden.

Für die linke Fraktion ist daher klar, dass die Markthalle finanziell untragbar ist, dass Ihr Angebot ersetzbar ist und ein wieder freier großer Marktplatz mehr Nutzen für  mehr Akteure und Besucher in der Altstadt bringen würde.

 

Terminkalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

Reichtumsuhr