Trotz seit Jahren boomender Geschäfte in Aurich beklagen sich die B210n-Verfechter und drohen sogar mit Abwanderung. Sie kritisieren Fledermausbrücken, grüne Bremser und eben den ganzen „verdammten Umweltschutz“. Dabei ignorieren Sie, dass eben dieser Umweltschutz unsere Lebensgrundlage ist und vor allem die Touristen deswegen hier herkommen. Ohne geschützte Biotope, Moore, Wallhecken und den Nationalpark Wattenmeer gäbe es den Tourismus hier wohl nicht. Und wohl kaum ein Tourist aus dem Ruhrgebiet wäre so dumm und fährt in Riepe von der A 31 ab, um über einen ausgebauten Balkweg beziehungsweise die Spange Bangstede/Georgsheil letztlich kurz vor Georgsheil zu landen, obwohl er einfach nur bis Emden durchfahren könnte und von dort in 10 Minuten in Georgsheil ist. Der aufwändige Ausbau des Balkweges ist genauso unsinnig wie eine dritte Spur zwischen Marienhafe und Georgsheil. Dadurch käme es  hier wohl zu gefährlichen Überholmanöver, nur um vielleicht 1 Minute eher in Georgsheil zu sein.

Höchst widersprüchlich ist auch, wenn all diese Unternehmer bestätigen, dass ihre Firmen in den vergangenen Jahren trotz fehlender Umgehungsstraße oder Autobahnzubringer expandieren konnten, zehntausende neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und Aurich prosperiert. So schlecht kann also das jetzige Straßennetz wohl nicht sein.
Mit der B 210 n kommt vielleicht ein LKW laut Studie 4 Minuten schneller zum Autobahnknoten in Leer. Den Transporten Richtung Hamburg ist damit nicht gedient. Und für die Auricher Innenstadt bringt die Umgehung gar nichts, denn 75 % des Verkehrs sind laut Gutachten der Straßenbaubehörde ohnehin Ziel- und Quellverkehr ins Zentrum. Für die viel befahrenen Hauptstraßen Aurichs wird so keine spürbare Entlastung geschaffen, dort würden weiterhin über 20.000 Kfz am Tag fahren, trotz Umgehung.
Für dieses zweifelhafte und 100 Millionen € teure Projekt sollen die letzten noch intakten Landschaften wie das Ehe-Tal, am Upstalsboom oder das Rahester Moor zerstört werden. Für diese 100 Millionen € könnte man Güter  auf Gleise verlagern, einen Stadtbahnverkehr auf dem Gleis zwischen Aurich, Norden und Emden fahren lassen, einen optimalen Aurich Stadtbus im Viertelstunden-Takt anbieten und ein Regionalbusangebot schaffen, mit dem man Aurich auch abends und am Wochenende mal erreichen oder verlassen könnte. Dadurch würde Verkehr von der Straße geholt und das Straßennetz entlastet werden. Nur das würde unsere Verkehrsprobleme lösen.


 

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